Origami Herzbox Anleitung

11 Feb

Wem das einfache Herz oder die einfache Box nicht genügt, für den habe ich heute eine Box in Form eines Herzens. Perfekt für Anlässe wie den Valentinstag, aber auch für den Muttertag oder ähnliches.

An sich ist es leicht zu machen.. Der größte Teil des Faltens bezieht sich auf das erstellen von Hilfskanten. Das eigentliche Formen der Box geht dann ganz fix. Wer keine unnötigen Faltlinien auf der Oberfläche haben will, sollte wirklich nur die Kanten richtig „schärfen“, die ich angebe.

Man nehme zwei gleichgroße und gleichfarbige, quadratische Papierbögen. Die folgenden Schritte müssen mit beiden gleichermaßen durchgeführt werden! Danach kommt Teil 1, dann Teil 2. Wann was beginnt, wird entsprechend gekennzeichnet. 🙂

Das Papier muss ersteinmal in drei Teile geteilt werden, entweder man macht ein „S“ und schiebt es so hin und her, bis alles gleich aufeinanderliegt, oder man macht es wie ich und misst ab und macht sich kleine Bleistiftstriche, die man später wegradieren kann. Mein Blatt ist 11 x 11 cm groß, daher mach ich je einen Strich bei 3,5 und 7 cm. Nun feste falten und das Blatt umdrehen, dass die weiße Seite sichtbar ist.

Jetzt die Kanten links und rechts zu den am nähesten gelegenen Linien knicken und wieder öffnen, um die Kanten dann nach einander jeweils zu den von ihnen am entferntesten liegenden Faltlinien zu falten. Wieder öffnen.

Genau in der Mitte des Papiers ist nun ein breiter, senkrechter Balken, der links und rechts durch Linien abgegrenzt ist. Die rechte obere Ecke wird nun zu der rechten Linie dieses Balkens geführt, und zwar so, dass die Kante an ihr dran liegt. Nun wird nur der obere Teil der Kante geschärft, also bis zur mittleren Linie. Auf der linken Seite wird genauso verfahren. Das Blatt wieder öffnen und dann die rechte Ecke zur am weitesten links liegenden Faltlinie führen, sodass die Kante der Ecke wieder an ihr dran liegt. Nur bis zur ungefähr mittig liegenden Faltlinie knicken. Links wieder genauso verfahren.

Blatt öffnen und den unteren Teil nach oben ziehen, bis auf die Höhe, wo die Diagonalen der Kreuze die Senkrechten treffen und die Kante festdrücken. Den oberen Teil nun an der Kante des farbigen Bereichs hinunterklappen und nur den ganz linken, mittigen und ganz rechten Teil festdrücken/schärfen.

Wieder aufklappen. Jetzt den farbigen Bereich halbieren, wobei man nur einen kleinen Knick in der Mitte macht, da man die Mitte des farbigen Bereichs nur markieren möchte. Denn nun, nachdem man es wieder runtergeklappt hat, faltet man den oberen Teil des farbigen Bereichs zu der eben markierten Stelle und zieht die komplette Kante nach. Nachdem man das wiederum wieder hochgeklappt hat, legt man die obere Kante des Blattes an die eben erstellte Faltlinie, drückt aber nur den Bereich fest, der von der einen Diagonalen des einen Kreuzes zur Diagonalen des anderen Kreuzes geht. Wieder aufklappen.

AB HIER TEIL 1! Von links nach rechts folgende (senkrechte) Kanten komplett nachziehen und schärfen: 1., 3., 4., 6. . Danach sollte es es recht leicht sein die eine Seite in die andere zu stecken und somit einen Quader zu bilden. Die größeren Flächen oben haben nun jeweils ein Kreuz aus Faltlinien. Mit einem Finger drückt man eine kurze Seite runter, wobei es durch die Diagonalen des Kreuzes sehr leicht nach innen gehen sollte. Ist diese Seite nun innen/unten, soltle man die Kanten nochmal festdrücken.

Die gegenüberliegende Seite muss auch noch nach unten gedrückt werden, dabei stehen zwei „Flügel“ zur Seite ab. Diese Stellt man einfach auf und knickt deren Spitzen nach innen um (es müsste relativ weit oben an der Spitze Hilfslinien geben).

Nun folgt der zweite Teil, wobei wir den Anfang schon ganz oben durchgeführt haben. Das Papier wird komplett geöffnet und liegt mit der weißen Seite nach oben. Die unterste Kante wird zur ersten darüberliegenden Linie gefaltet und das muss man nun sehr fest knicken, am besten mit dem Nagel nachziehen. Danach aber erstmal wieder aufklappen.

Die Kanten links und rechts müssen nach innen geklappt werden, gleich an der ersten Linie. Jetzt das Papier in den Querformat drehen, aber so, dass die Seite, wo wir zuvor das schmale Stück umgeknickt haben (Bild über diesem Text ^^). Die rechte obere Ecke, bzw ihre obere Kante muss nun zur linken der beiden mittleren Senkrechten geführt werden, wirklich geknickt wird von der Kante des so entstehenden Dreiecks aber nur der obere Teil bis zur Mitte der Kante selbst. Öffnen und das gleiche noch einmal mit der unteren rechten Ecke. Öffnen und das Blatt wieder in den Hochformat, wie vorher, legen.

Durch das Knicken eben sind zwei Diagonalen entstanden, welche Schnittpunkte mit den beiden senkrechten, mittleren Linien bilden. Auf dieser Höhe muss nun eine weitere Hilfslinie gemacht werden, dazu einfach an der Stelle knicken, aber nur in dem Bereich, der von den senkrechten Linien abgegrenzt wird, fest drücken.

Nachdem man den Teil des Papiers wieder hochgeklappt hat, muss man den unteren nach hinten klappen, dafür orientiert man sich an der unteren, der beiden mittig liegenden waagerechten Linien. Hier müssen wieder Kanten ordentlich nachgeschärft werden, undzwar so, wie auf dem Bild gekenntzeichnet, bis zu der waagerechten Linie, die wir vorher erstellt haben. Jetzt das Papier oben festhalten und das, was nach hinten geklappt wurde, zumindest die Seiten davon, nach unten klappen. Es ist schwierig zu erklären, deshlab bitte an den Bildern orientieren!

Es entsteht eine Art „Schuh“ oder „L“, allerdings ist dieses hinten und unten noch offen. Deshalb muss das nach innen geklappte, farbige Papier vorsichtig nach außen geholt werden, wobei die Form des „Schuhs“ bleiben muss, und übereinandergelegt.

An der kurzen Seite des „Schuhs“ erkennt man um die Öffnung herum die relativ nah am Rand liegende Hilfslinie. Das Papier muss nun einfach nach innen in den „Schuh“ gedrückt werden, das sollte ganz leicht gehen.

Oben muss einfach nur das wiederholt werden, was bei Teil 1 auch gemacht wurde: Es ist wieder ein Kreuz aus Hilfslinien zu sehen, man drückt eine schmale Seite rein/runter, die andere auch, die Flügel werden nach oben geklappt und die Spitzen nach innen umgeknickt.

Jetzt kann Teil 1 über die Öffnung von Teil 2 gestülpt werden (nachdem man vielleicht schon was in Teil 2 versteckt hat) und fertig ist das Herz!

Das war mal eine längere Anleitung und für mich wirklich schwer zu erklären, da es so viele Linien gibt, aber ich hoffe man kann es trotzdem nachvollziehen. Die Bilder sagen viel aus, finde ich.. Hoffe ich 😀

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12 Antworten to “Origami Herzbox Anleitung”

  1. km267 12. Februar 2012 um 21:36 #

    Ohmann, das sieht ja total kompliziert aus.
    Das ist nix für Anfänger wie mich.
    Na wartens wir mal ab, ab Morgen habe ich ja Papier 😉

  2. kinyoubidesu 12. Februar 2012 um 23:05 #

    Also es ist kompliziert zu erklären ohne es gleichzeitig zeigen zu können, ja… Sind eben viele Linien und Kanten und Ecken und und und. Aber an sich sind das alles ganz simple Schritte, da man eben nur ’ne Hilfslinie macht und das Papier dann wieder auseinander faltet, nächste Linie etc.
    Den Sinn der ganze Schritte am Anfang, versteht man dann erst, wenn man die Box formt und sie in der Hand hält und dabei erkennt, welche Linie man vorher wie gemacht hat. Dann wird das alles erst richtig logisch 😀

  3. km267 12. Februar 2012 um 23:31 #

    Kapiert habe ich, dass es wirklich darauf ankommt, korrekt von Anfang an zu falten. Und sich Zeit lassen.
    Finde das echt klasse von dir, dass du so schöne Anleitungen schreibst.
    Ich hätte auch nicht gedacht, dass sowas mein Interesse weckt, da ich ja mehr „schmiedeeisern“ veranlagt bin … hahaha
    Jetzt schaue ich, wie gut ich mit dem neuen Papier zurechtkomme, dann wage ich mich vielleicht auch an diese Herzbox.

    Übrigens hat sich Edith sehr gefreut, ich habe ihr ja die Gammarus in der kleinen Box gegeben. Habe auch gesagt, dass die Anleitung und Idee von dir war 🙂
    (und ich habe auch gesagt, dass ich sie nicht selbst gemacht habe, sondern mein Alex.)

    • kinyoubidesu 13. Februar 2012 um 14:03 #

      Hach, jetzt bin ich stolz darauf, dein interese damit geweckt zu haben 😀 Es freut mich, denn ich liebe Origami und finde es schade, dass viele eher skeptisch diesbezüglich sind. Bezeichnen es als „hobbylos“ (dabei IST es ein Hobby) usw. Aber mit Übung kann man später ganz tolle, große Dinge zaubern. Wobei auch schon Kleinigkeiten sehr schön sind.

      Und ebenfalls freut mich, dass Edith sich über die Box gefreut hat 🙂 Ich sage ja, sie ist ganz putzig und prima für kleine Geschenke ^^

  4. little 13. Februar 2012 um 10:43 #

    Hallo liebe Knödl,
    also ich bin echt sprachlos! Die vielen Fotos, die viele Arbeit die Du hier machst. Ich wollte dir das schon lange mal sagen, ich bin sehr stark beeindruckt… Tolle Anleitungen. Habe ja auch ein Schenki bekommen, das ist echt hübsch geworden 😉 danke Alex an dieser Stelle.
    Danke Knödl… hoffe dein Hamsti-Blog ist halt wieder da!
    Liebe Grüße Edith

    • kinyoubidesu 13. Februar 2012 um 14:07 #

      Danke Edith! 🙂
      Was tut man nicht alles, um die kleinen Dinge, die Freude bereiten, mit der Welt zu teilen. Zumal auch viele Besucher durch Origami-Suchanfragen herkommen, da trifft sich das ganz gut. Mir macht es Spaß anderen etwas zu zeigen, was mir gefällt und wenn es Menschen gibt, die sich dafür interessieren- noch besser! 😉

      Hoffe auch, dass ich bald wieder über die kleinen Fellnasen berichten kann.. Jetzt gerade habe ich zum beispiel Kurt beobachtet. OO Habe ALLES gesehen! Aber ichd arf nicht verraten was genau, zumindest nciht hier und jetzt 😦

  5. ZeroCool 11. Mai 2012 um 13:10 #

    Hallo,
    will das meiner Frau zum Hochzeitstag schenken.
    Mal schauen ob ich das hinbekomme.
    Siehst schon ein wenig kompliziert aus.

    • Kinyoubidesu 11. Mai 2012 um 18:09 #

      Eigentlich ist es nicht schwer und in sich logisch, man muss sich bloß ein wenig konzentrieren 🙂 Viel Erfolg und alles Gute!

  6. bluesnight 7. Juni 2012 um 13:04 #

    Supertolle Anleitung! Danke dafür. Leider sehe ich gar keine Bilder und deshalb ist die Anleitung sehr schwer nachvollziehbar. Muss man irgendwie registriert sein, um auch die Photos zu sehen?

    • Kinyoubidesu 7. Juni 2012 um 19:24 #

      Danke für das Lob. 🙂
      Das ist merkwürdig, hast du die Seite denn neugeladen? Manchmal muss man das auch mehrmals… Aber eigentlich müssten die Bilder für jeden zu sehen sein.

      • bluesnight 8. Juni 2012 um 06:44 #

        Jetzt (zu Hause) sehe ich die Bilder. Vielleicht hat gestern (von Arbeit aus) irgendein Proxy was geblockt. 🙂 Mit Bildern ist es gleich viel verständlicher. Muss ich mal probieren.

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  1. Gewinnspiel und der Valentinstag | Kinyoubi desu. - 9. Februar 2014

    […] Herz (sieht einfach süß aus als Deko oder zum Verstecken einer Botschaft) Origami Herz Box (Ideal zum Verstecken von Briefchen oder Schmuck) Origami Luckystar (ganz viele in einem Glas sehen […]

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